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THEMA: Noir der Herzen- 24. Juli bis 8. August 2026

Noir der Herzen- 24. Juli bis 8. August 2026 Heute 16:39 #185673

Im MGM besuche ich die Toilette des The Mansion und klaue die Ersatzrolle Papier. Wegen der netten Verpackung mit Schleifchen.





Eigentlich hatte ich ja schon so eine, aber die wurde inzwischen tatsächlich benutzt- meine Nichten hatten nicht verstanden, dass die nur zur Deko im Gästebad stand- naja, aus der Not heraus… es war eben das Verfügbare.
Ich darf hier mal den Pädagogen zitieren „Waaaas? Die haben sie BENUTZT?! Da kann man ja gleich im Ägyptischen Museum die Mumien auswickeln…!“ Simon, du bist großartig!

Dann besuchen wir noch die Lounge des MGM. Immerhin ist die hier mal anständig beschriftet!



Im Vergleich zu der im Bellagio ist sie aber geradezu mickrig. Hier wird auch tatsächlich die Players Card verlangt, um in das kleine Zimmerchen eingelassen zu werden. Es gibt was zu trinken, Kaffee aus der Thermoskanne und bissi Schoki, aber so wenige Sitzgelegenheiten, dass bei zwei Parteien schwuppdiwupp alles belegt ist. Wir schnappen uns zwei Softdrinks und gehen wieder. Kann man mal machen. Kann man aber auch lassen.

Einmal gehen wir den District ab, hin und wieder zurück.



Wir sehen das geschlossene Buffet, und überhaupt sind wir uns einig: das MGM ist riesig, aber ein ziemlich seelenloser Kasten. Langweiliges Casino, viele leere Fläche gerade im Eingangsbereich, und es ist generell nicht viel geboten was es einzigartig oder besonders macht. Ok, dass die Löwen weg sind ist schon in Ordnung so, aber hier ist wirklich sehr viel nicht genutzter Platz. Schade eigentlich. Was muss das toll gewesen sein, als das MGM hier noch seinen eigenen Freizeitpark hatte- aber das war lange vor unserer Zeit...

Wir machen einen Stopp in der Whisky Down Bar. Die haben wir schon öfter von außen bewundert, heute gehen wir mal rein.



Leider kann hier weder ein Espresso Martini noch ein Old Fashion gecomped werden. Für letzteren wird Daniel ein Ersatz angeboten, der sich mehr oder weniger als reiner Whiskey entpuppt. Meinen Martini lassen wir aufs Zimmer schreiben, passt schon.



Ist aber schon seltsam, was es für unterschiedliche Handhabungen bei den Bars gibt was das Compen angeht. Egal. Dafür bekommen wir ein Schälchen mit Nüssen, die so supersalzig sind, dass wir nur ein paar davon essen- die sollen ganz offensichtlich den Getränkekonsum ankurbeln!

Gewinnen tun wir hier nix. Daniel ist aber Dank der NYNY Büffel noch gut im Plus. Ich zehre dagegen meinen Gewinn von gestern langsam aber sicher auf.

Durch den Hinterausgang kommen wir wieder auf den Strip und gehen die Einkaufsmeile rauf wieder Richtung Norden.



Wir gehen in die beiden ABC Stores, den Cola Laden und zu Skechers. Gar nicht unbedingt weil wir so kaufwütig sind, sondern einfach um der Hitze zu entfliehen! Es reichen wirklich immer nur wenige Meter, um sich zur nächsten Klimaanlage retten zu wollen- selten fanden wir Getränkeabteilungen so anziehend!

Aaaahhhh...... küüüüühl!!!





Die Mischung aus Sprite und Eistee schmeckt übrigens wie… naja, Überraschung, wie eine Mischung aus Sprite und Eistee! Ich weiß nicht, ob sich das durchsetzen wird.





Im Harmon Building kaufe ich einen Vegas-Pyjama für meine kleine Schwester. Ich hoffe immer noch, sie irgendwann mal zum Mitkommen überreden zu können.

Weil sich Ernesto schon wieder von der Sportsbar gemeldet hat verzichten wir auf einen Rundgang durch die MiracleMiles und gehen direkt über die Brücke nach Hause. Daniel geht zu seinem Kumpel, ich mache Pause und schreibe Reisebericht- das braucht ja auch seine Zeit.
Davor schaue ich nochmal in unserer eigenen Lounge vorbei- guck an, Schoko-Erdbeeren! Geht auch ohne fünf Dollar!



Jetzt wird es langsam Zeit für unseren Hauptprogrammpunkt heute: wir fahren ins Venetian zum Musical Mrs Doubtfire.
Die Story um den dreifachen Vater, der sich als Nanny verkleidet wieder in den Haushalt seiner geschiedenen Frau einschleicht, dürfte durch die Verfilmung mit Robin Williams den älteren unter uns (also den meisten…) hinlänglich bekannt sein.










Das Theater im Venetian sieht noch so aus wie zu Zeiten unseres allerersten Besuchs dort. Damals gab es eine 90-Minuten-Fassung vom Phantom der Oper, und so schaut das Theater auch heute noch auch: sehr klassisch, Rotgold, und an der Decke hängt der Kronleuchter, der heute allerdings mangels Phantom auch oben bleibt…





Die Sitzplätze sind für amerikanische Verhältnisse ziemlich eng. Wir sitzen aber dafür super, direkt vor der Technik, die ja immer den besten Überblick hat, und wir folglich auch.



Neben uns sitzt ein älterer Herr aus New York, mit dem Daniel während der Wartezeit bis Vorstellungsbeginn ins Gespräch kommt. Als klar wird, dass wir aus Deutschland kommen, entschuldigt sich der Herr sozusagen im Namen seines ganzen Landes für Donald Trump! Er sagt wortwörtlich „I apologize“. Wie sympathisch. BIs zum Stückbeginn unterhält man sich über die aktuell wirklich nicht ganz einfachen Zeiten, wobei wir keinen Hehl daraus machen, dass es in Europa allgemein und in Deutschland speziell auch genügend Idioten gibt…

Mit fünf Minuten Verspätung beginnt dann die Show- für amerikanische Theater ungewöhnlich.



Man beachte die zweite Nummer!



Ich bin froh, nochmal den Film angeschaut zu haben, denn vieles ist wortwörtlich übernommen. Im zweiten Teil wurde dann einiges leicht geändert, aber es ist nicht schwer mitzukommen. Natürlich lebt so ein Stück vom Hauptdarsteller, der wirklich was für eine Gage getan hat! Aber auch der Rest des Ensembles ist gut, auch die beiden Kinderdarsteller- die dritte Tochter wird von einer erwachsenen Musicaldarstellerin gespielt, die aber überzeugend als Teenie durchgeht.

Der erste Teil ist schmissig, der zweite nach der Pause zieht sich allerdings mit vielen Balladen einigermaßen in die Länge. Dennoch ein schöner Abend, und mit Pause zweieinhalb Stunden lang- die 90-Minuten-Regel scheint hier nicht zu gelten.

Vor der Show hatten wir noch kurz im Venetian gezockt. Jetzt machen wir uns auf den Weg Richtung Heimat. Einen Zwischenstopp gibt es im Flamingo an Bugsys Bar. Der Barkeeper, mit gleich zwei Kreuzen um den Hals, schaut ziemlich grummelig aus, kümmert sich aber um uns und macht Smalltalk über das heiße Wetter und die globale Erwärmung, die für ihn übrigens auch eine Tatsache ist.

Unser letzter Halt vor dem Cosmo wird das Paris. Daniel spielt an Gustavs Bar und trifft sich dort noch kurz mit einer Dame, die ebenfalls zu der Gruppe um Ernesto gehört. Ich mag nicht mehr wirklich spielen und merke erstens dass wir noch nicht wirklich was zu Abend gegessen haben, und zweitens dass ich im Flamingo eine Margarita hatte. Ich brauche jetzt was, und zwar flott.

Leider ist es spät und die Möglichkeiten begrenzt. Mir bleibt nicht viel übrig, und ich hole mir im Cafe Madeleine einen überteuerten Cesar Wrap- fast 20 Dollar für den Happs. Puh, das wird nicht wiederholt, aber immerhin ist es lecker.



Vom Paris aus sind es dann nur noch wenige Schritte, und ich kann ins Bett und Daniel ins Casino.

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